LoCo-Unit und DevOps-Software: GRIZZLAR präsentiert am Beispiel der EMX30 neue Standards in Steuerung, Datenlogging und Vehicle Management auf der IAA 2025
- Niklas Bloemen

- 5. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Mit der LoCo-Unit (Logging & Controlling Unit) präsentiert GRIZZLAR auf der IAA 2025 in München eine Lösung, die es in dieser kompakten Bauweise und in diesem Preissegment bisher nicht gegeben hat. Erstmals vereinen sich hochfrequente Steuerung, vollumfängliches Datenlogging und modernes Vehicle Management in einem Produkt – und das in Kombination mit der DevOps-Software (Development & Operations Software). So entsteht eine Plattform, die Motorsport-Performance, Entwicklungsflexibilität und Serienreife in einem einzigen System zusammenführt.
Die LoCo-Unit bietet Datenlogging mit bis zu 2 TB Speicher und ermöglicht die Realisierung von Steueraufgaben in einem breiten Spektrum – von Verbrennungsmotoren mit bis zu 4 Zylindern bis hin zur Logik von Controllern für Elektromotoren mit 3 bis 6 Phasen. Gleichzeitig übernimmt sie das Vehicle Management und bündelt zentrale Funktionen in einem einzigen System.
Die integrierte Ethernet-Schnittstelle macht die LoCo-Unit zu einem zentralen Hub für Fahrzeugdaten: Signale können gebündelt, synchronisiert und in Echtzeit verarbeitet werden. Damit eignet sie sich nicht nur für den Einsatz im Fahrzeug selbst, sondern auch für die Hardware-in-the-Loop-Entwicklung. Durch ihre Architektur kann sie wie ein Prüfstands-Messgerät genutzt werden und ermöglicht so nahtlose Übergänge zwischen Simulation, Testumgebung und realem Einsatz.
Ein wesentliches Merkmal ist das Dual-Core-Processing:
Ein Kern übernimmt kontinuierlich die Regelung und Messung des Steuergeräts und stellt Daten in Echtzeit bereit.
Im Serienprodukt überwacht der zweite Kern primär die Sicherheitsfunktionen.
In der Development-Version (DevKit) kann der zweite Kern zusätzlich für hochaufgelöstes Logging, die Kommunikation über Wi-Fi bei Diagnose-, Prüfstands- oder Motorsport-Anwendungen oder die Ethernet-Anbindung für anspruchsvolle Echtzeitanalysen eingesetzt werden.
Damit wird eine klare Trennung zwischen sicherheitskritischen Steuerungsaufgaben und anwendungsorientierten Kommunikations- und Logging-Funktionen gewährleistet.
GRIZZLAR bietet die LoCo-Unit direkt als Serienprodukt an, ergänzt durch ein DevKit mit maximaler Ausstattung der Hardware sowie einem umfassenden Softwarepaket der DevOps-Plattform. So können Entwickler alle Möglichkeiten ausschöpfen und nahtlos zwischen Prototyping, Motorsport und Serienentwicklung wechseln.
Langfristig eröffnet die DevOps-Software Fahrzeugherstellern die Möglichkeit, ihren eigenen Werkstätten oder auch unabhängigen Servicebetrieben gezielt Zugang zu Diagnose- und Servicefunktionen zu geben. Damit behalten Hersteller die volle Kontrolle, wie und in welchem Umfang diese Funktionen genutzt werden können – eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige, zukunftsfähige und herstellerseitig gesteuerte Fahrzeugbetreuung.
Neben IoT, Wi-Fi, Bluetooth und OTA-Flashing bietet die Kombination von LoCo Unit und DevOps-Software somit ein flexibles und skalierbares System, das den Bogen zwischen Motorsport, Serienentwicklung, Service und innovativem Prototyping schlägt – und eine völlig neue Art von Steuerung und Datenmanagement im Automobilbereich ermöglicht.
GRIZZLAR wird diese Innovation erstmals der Öffentlichkeit auf der IAA 2025 in München präsentieren.







